MITGLIEDERAKTION 2010

Mitgliederaktion
Schützenkompanie Truden

Zeit nach der Wiedergründung

Das Besatzungsregime und der Faschismus hatten alles daran gesetzt das Tiroler Brauchtum zu vernichten. Jedoch gelungen ist dieses Vorhaben nicht. Nach einer 40-jährigen Unterbrechung des Schützenwesens traten am 16. Mai 1959, zwölf beherzte Männer im Hotel Alpenrose in Truden zusammen. Sie haben damals die Schützenkompanie Truden wiedergegründet. Zu ihrem Hauptmann wählten sie Fritz Pernter.

Zur Fronleichnamsprozession desselben Jahres rückte die Kompanie erstmals in Tracht aus. Am 13. September marschierte sie auch beim großen Festzug in Innsbruck, anlässlich der 150 Jahr-Feier des Tiroler Freiheitskampfes von 1809 mit. Auch einige begeisterte Mitbürger waren mit von der Partie.

Am 12. Juni 1960 wurde die neue Schützenfahne feierlich eingeweiht. Luise Epp war die Fahnenpatin. An der Feier nahmen an die 500 Schützen aus allen Landesteilen statt. In der folgenden Zeit nahmen auch die Trudner Schützen mit Begeisterung an anderen Kompaniegründungen teil.

Von 1961 bis 1968 musste die Kompanie ihre Tätigkeit einstellen. Der italienische Staat hatte nach der so genannten „Feuernacht“ jede Schützentätigkeit verboten. In jener Nacht sprengten Tiroler Freiheitskämpfer der 60er-Jahre die Elektrizitätsverbindungen nach Norditalien und legten die italienische Wirtschaft für Tage lahm. Die Schützen galten ab sofort als „paramilitärische“ Einheiten. 1964 ließen es sich die Trudner Schützen trotzdem nicht nehmen, bei der Beerdigung Sepp Kerschbaumers dabei zu sein und diesem die letzte Ehre zu erweisen.

1971 wurde Alois Ballweber zum neuen Hauptmann gewählt. Fritz Pernter ernannte man für seine Verdienste zum Ehrenhauptmann. Er hat durch seinen unermüdlichen Einsatz nach der Wiedergründung den Trudner Schützen das „Fundament gegossen“, auf dem man bis heute aufbaut.